Ferien mit Hund – gut vorbereitet unterwegs

Für Hunde bedeuten Ferien nicht einfach Erholung. Eine Reise bringt viele Veränderungen mit sich: die Anfahrt, eine neue Umgebung, andere Tagesabläufe und zahlreiche neue Reize.

Wie stark diese Veränderungen einen Hund beschäftigen, ist individuell. Umso wichtiger ist es, die Reise möglichst gut vorzubereiten und dem Hund Sicherheit, Vertrautheit und ausreichend Erholungsmöglichkeiten zu bieten.

So können gemeinsame Ferien für alle Beteiligten entspannter verlaufen.

Im Vorfeld unserer Reise nach Sizilien habe ich mir verschiedene Gedanken gemacht und eine persönliche Checkliste zusammengestellt. Nicht jeder Punkt ist für jeden Hund gleich wichtig, und selbstverständlich gibt es weitere Aspekte, die je nach Hund, Reiseziel und Reiseart berücksichtigt werden können.

Die folgenden Punkte sollen daher nicht als vollständige Liste verstanden werden, sondern vielmehr als Anregung für die eigene Reisevorbereitung.

Nicht jede Reise beginnt mit einer Fernreise

Wer noch nie mit seinem Hund verreist ist, sollte nicht gleich zwei Wochen ans Meer fahren. Es empfiehlt sich, mit einer Übernachtung oder einem kurzen Wochenende zu beginnen und zu beobachten, wie der Hund mit den Veränderungen umgeht. So können Erfahrungen gesammelt und die Reisedauer schrittweise angepasst werden.

Die passende Unterkunft wählen

Nicht jede hundefreundliche Unterkunft ist automatisch wirklich hundefreundlich. Eine ruhige Lage, kurze Wege ins Freie und genügend Rückzugsmöglichkeiten sind wichtiger als ein grosses Freizeitangebot. Je nach Hund können auch ein eingezäunter Garten oder eine reizärmere Umgebung hilfreich sein.

Bei der Wahl der Unterkunft lohnt es sich, folgende Punkte zu berücksichtigen:

  • Garten vorhanden
  • ruhige Umgebung
  • Rückzugsmöglichkeiten
  • Versäuberungsmöglichkeit in unmittelbarer Nähe
  • wenig Verkehr
  • möglichst wenig Lärm
  • sind viele (zu viele) Hunde dort

Reisebestimmungen des Ziellandes beachten

  • EU-Heimtierausweis
  • Mikrochip
  • Impfungen (welche Impfungen sind Pflicht und wie lange müssen diese bereits verabreicht worden sein)
  • Leinenpflicht
  • Maulkorbpflicht
  • verbotene Hunderassen
  • regionale Vorschriften
  • Einreisebestimmungen rechtzeitig vor der Reise prüfen, da sich Vorschriften ändern können

Vertraute Dinge mitnehmen

  • Bettchen
  • Decke
  • Lieblingsspielzeug
  • Kauartikel
  • gewohntes Futter

Gesundheit und Vorsorge

  • Parasitenschutz dem Ferienland angepasst (z. B. Mittelmeerkrankheiten)
  • allfällige Medikamente
  • Reiseapotheke
  • Adresse und Telefonnummer eines Tierarztes am Ferienort bereits vor der Reise recherchieren
  • allfällige Krankengeschichte mitnehmen

Sicherheit unterwegs

  • gut sitzendes (Sicherheits-)Geschirr
  • GPS-Tracker inkl. Ladegerät
  • Adressanhänger
  • aktuelles Foto des Hundes

Entspannt unterwegs im Auto

Besondere Aufmerksamkeit verdient die Temperatur im Fahrzeug. Autos können sich innerhalb kurzer Zeit stark aufheizen. Deshalb sollte stets sorgfältig geprüft werden, ob ein Hund überhaupt im Fahrzeug bleiben kann und ob die Bedingungen für ihn sicher und zumutbar sind.

  • genügend Zeit für die Anreise einplanen
  • Wasser
  • Pausen
  • Kühlmatte
  • Aludecke
  • Sonnenschutz

Unterstützung in ungewohnter Umgebung

  • Relaxopet
  • Ruhezeiten
  • genügend Schlaf
  • Rückzugsort
  • Thundershirt
  • Leckmatte
  • Leckpaste
  • Haustierkamera mit SIM-Karte, um bei kurzen Abwesenheiten einen Blick auf den Hund werfen und sein Wohlbefinden besser einschätzen zu können

Weniger ist manchmal mehr

Ferien bedeuten für viele Menschen Erholung, Ausflüge und gemeinsame Erlebnisse. Für Hunde bringen Ferien jedoch oft bereits zahlreiche neue Eindrücke mit sich: die Anreise, eine ungewohnte Umgebung, neue Gerüche, andere Spazierwege und veränderte Tagesabläufe.

Gerade deshalb ist es nicht sinnvoll, den Hund zusätzlich mit möglichst vielen Aktivitäten zu beschäftigen. Hunde profitieren davon, wenn Spaziergänge und Unternehmungen bewusst an die Situation angepasst werden und ausreichend Zeit für Ruhe und Erholung eingeplant wird.

Besonders am Anreisetag sowie in den ersten Tagen nach der Ankunft kann es hilfreich sein, den Fokus auf Entspannung, Orientierung und Sicherheit zu legen. Auch nach einem Ausflug oder einer längeren Unternehmung dürfen gezielte Ruhephasen eingeplant werden.

Nicht jede freie Minute muss gefüllt werden – weniger ist hier tatsächlich mehr.

Was mir dabei besonders wichtig ist

Eine sorgfältige Vorbereitung kann dazu beitragen, dass Reisen für Mensch und Hund entspannter verlaufen. Dabei gibt es selten die eine richtige Lösung – vielmehr lohnt es sich, die individuellen Bedürfnisse des eigenen Hundes zu berücksichtigen und die Planung entsprechend anzupassen.

Wie sind eure Erfahrungen?

Welche Dinge dürfen bei euren Reisen mit Hund auf keinen Fall fehlen?

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

Schreibt eure Gedanken gerne in die Kommentare.

Und falls ihr euch unsicher seid, welche Reisevorbereitungen für euren Hund sinnvoll sein könnten, dürft ihr euch selbstverständlich jederzeit bei mir melden.

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